"How long are you here now?" - "Almost five months." - "5 months?! When did you come, December??" - "No. September!"
Das Internet macht, was es will. Irgendwie haben wir 3 Anschlüsse – Sangha Bhante: „It's no use!", sehr richtig – und damit gibt es nun Probleme.
Gestern Abend im Bett überfiel mich leichte Panik, weil mir plötzlich bewusst wurde, dass ich nur noch etwas mehr als 3 Wochen hier sein werde. Im Ernst, das stresst mich. Ich habe Angst, mich in Deutschland nicht zurecht zu finden. Aber andererseits – was ist schon Deutschland im Vergleich zu hier! Wenn ich hier klarkomme, dann dort doch erst Recht :D (Danke, Kokos).
Am Sonntag habe ich einen Ausflug gemacht mit Bhanteji und einem der wardens – ENDLICH. Es war ein steiniger Weg, man hat es mir nicht leicht gemacht (ich denke, man kann sich denken, an wem das lag) aber schließlich kam es doch noch dazu und wir fuhren nach Bylakuppe.
Das ist, also das ist sowas wie ein thibetan refugee camp – so ungefähr. Es ist nicht so, dass die Leute dort in Zelten leben und wöchentlich Trucks mit Lebensmitteln vorbeikommen. Es ist eigentlich ein ganz normales Dorf, nur eben für Leute aus Thibet (so ganz habe ich das Konzept aber auch noch nicht verstanden).
Besonders für Mönche - „Thibetan Lamas". And sooo many monestries! Das Highlight natürlich der Golden Temple. Hat mich sehr an Tawang erinnert, Mahajana Buddhismus halt.
Es war schon schön, ein unglaublich ruhiger Ort und im „Hinterhof" lag eine Kaffeeplantage. Auf dem Rückweg sind wir noch an einem See vorbei und haben ziemlich große Fische gefüttert.
Bhantejis Kommentar am Montag: „Yesterday was horrible."
Nunja, nun zu der schlechten Seite:
Erst einmal war es extrem heiß. In der Sonne war es eigentlich nicht auszuhalten (ich fühlte mich unwillkürlich nach München im Sommer zurückversetzt, aber selbst da war es noch kühler gewesen) und auf dem Rückweg kamen wir in der Stadt vorbei und dort mussten Bhante und auf den warden warten, der noch Blumen für die Sonntagspuja kaufen ging. Es war so dermaßen heiß im Auto, man dachte, man werde gekocht. Es war wirklich kaum zum Aushalten und als wir zurückkamen, waren wir alle ziemlich platt. Die anderen beiden waren schlauer: Sie sind nicht zur Puja gegangen. Ich hatte Mühe, die Augen offen zu halten...
Und zum Anderen sind wir an einem ziemlich schlimmen Unfall vorbeigekommen. Da waren sehr viele Leute, die aber alle nur gegafft haben. Wir machten uns schlau und die Lage war wie folgt: Ein Auto war zu schnell gefahren, der Fahrer hatte die Kontrolle verloren und es flog 10m von der Fahrbahn aus in den Wald – nachdem es mit einem Motorrad zusammengestoßen war. Autofahrer am Leben, beide Motorradfahrer tot.
Und als ob das nicht schon genug gewesen wäre, sahen wir danach noch einen Unfall, wo sich der Motorradfahrer ebenfalls vor Schmerzen am Boden krümmte.
Ich weiß jetzt nicht, was ich von diesem Tag halten soll.
Aber ansonsten läuft alles seinen gewohnten Gang:
Ich habe 3 Stunden das Dach repariert, den Fischteich gesäubert, den Hasenkäfig gefegt und warte nun auf das zweite Mal dining hall streichen. Die kleinen Kinder lernen langsam, ihren Müll in den Mülleimer zu werfen und ich habe angefangen, zu packen. Am Sonntag kommt endlich Laura :). Meine Stifte verschwinden auf unerklärliche Weise und gestern habe ich sehr leckere Genüsesuppe gekocht.
Ja, so sieht es hier momentan aus und nun hoffe ich, das auch das Internet wieder mitspielt. Wenn man schon 3 Anschlüsse hat, müssen die doch für irgendwas gut sein...
P.S. Ich sitze nun in Bhantes Office. Es hat lange gedauert, ich habe alle Moeglichkeiten durchgespielt, doch nun sitze ich endlich vor einem PC mit funktionierendem Internet. Ich kann nicht garantieren, dass das hier noch mal der Fall sein wird...
Greetings!
Filou
Das Internet macht, was es will. Irgendwie haben wir 3 Anschlüsse – Sangha Bhante: „It's no use!", sehr richtig – und damit gibt es nun Probleme.
Gestern Abend im Bett überfiel mich leichte Panik, weil mir plötzlich bewusst wurde, dass ich nur noch etwas mehr als 3 Wochen hier sein werde. Im Ernst, das stresst mich. Ich habe Angst, mich in Deutschland nicht zurecht zu finden. Aber andererseits – was ist schon Deutschland im Vergleich zu hier! Wenn ich hier klarkomme, dann dort doch erst Recht :D (Danke, Kokos).
Am Sonntag habe ich einen Ausflug gemacht mit Bhanteji und einem der wardens – ENDLICH. Es war ein steiniger Weg, man hat es mir nicht leicht gemacht (ich denke, man kann sich denken, an wem das lag) aber schließlich kam es doch noch dazu und wir fuhren nach Bylakuppe.
Das ist, also das ist sowas wie ein thibetan refugee camp – so ungefähr. Es ist nicht so, dass die Leute dort in Zelten leben und wöchentlich Trucks mit Lebensmitteln vorbeikommen. Es ist eigentlich ein ganz normales Dorf, nur eben für Leute aus Thibet (so ganz habe ich das Konzept aber auch noch nicht verstanden).
Besonders für Mönche - „Thibetan Lamas". And sooo many monestries! Das Highlight natürlich der Golden Temple. Hat mich sehr an Tawang erinnert, Mahajana Buddhismus halt.
Es war schon schön, ein unglaublich ruhiger Ort und im „Hinterhof" lag eine Kaffeeplantage. Auf dem Rückweg sind wir noch an einem See vorbei und haben ziemlich große Fische gefüttert.
Bhantejis Kommentar am Montag: „Yesterday was horrible."
Nunja, nun zu der schlechten Seite:
Erst einmal war es extrem heiß. In der Sonne war es eigentlich nicht auszuhalten (ich fühlte mich unwillkürlich nach München im Sommer zurückversetzt, aber selbst da war es noch kühler gewesen) und auf dem Rückweg kamen wir in der Stadt vorbei und dort mussten Bhante und auf den warden warten, der noch Blumen für die Sonntagspuja kaufen ging. Es war so dermaßen heiß im Auto, man dachte, man werde gekocht. Es war wirklich kaum zum Aushalten und als wir zurückkamen, waren wir alle ziemlich platt. Die anderen beiden waren schlauer: Sie sind nicht zur Puja gegangen. Ich hatte Mühe, die Augen offen zu halten...
Und zum Anderen sind wir an einem ziemlich schlimmen Unfall vorbeigekommen. Da waren sehr viele Leute, die aber alle nur gegafft haben. Wir machten uns schlau und die Lage war wie folgt: Ein Auto war zu schnell gefahren, der Fahrer hatte die Kontrolle verloren und es flog 10m von der Fahrbahn aus in den Wald – nachdem es mit einem Motorrad zusammengestoßen war. Autofahrer am Leben, beide Motorradfahrer tot.
Und als ob das nicht schon genug gewesen wäre, sahen wir danach noch einen Unfall, wo sich der Motorradfahrer ebenfalls vor Schmerzen am Boden krümmte.
Ich weiß jetzt nicht, was ich von diesem Tag halten soll.
Aber ansonsten läuft alles seinen gewohnten Gang:
Ich habe 3 Stunden das Dach repariert, den Fischteich gesäubert, den Hasenkäfig gefegt und warte nun auf das zweite Mal dining hall streichen. Die kleinen Kinder lernen langsam, ihren Müll in den Mülleimer zu werfen und ich habe angefangen, zu packen. Am Sonntag kommt endlich Laura :). Meine Stifte verschwinden auf unerklärliche Weise und gestern habe ich sehr leckere Genüsesuppe gekocht.
Ja, so sieht es hier momentan aus und nun hoffe ich, das auch das Internet wieder mitspielt. Wenn man schon 3 Anschlüsse hat, müssen die doch für irgendwas gut sein...
P.S. Ich sitze nun in Bhantes Office. Es hat lange gedauert, ich habe alle Moeglichkeiten durchgespielt, doch nun sitze ich endlich vor einem PC mit funktionierendem Internet. Ich kann nicht garantieren, dass das hier noch mal der Fall sein wird...
Greetings!
Filou